Bundesbranchenkonferenz Holz, Möbel, Kunststoff im November 2016 in Höxter

  • Starke Branchen, sichtbare Risiken

Die Branchen Holz, Möbel, Kunststoff sind traditionell starke Branchen, die sich entlang der Konjunkturzyklen entwickeln. In den letzten Jahren war jedoch ein leichter Rückgang der Beschäftigung und des Exportanteils zu verzeichnen. Auslöser hierfür sind insbesondere neue Wettbewerber und sich ändernde Kundenwünsche. Für Branchen am Zenit der Wachstumskurve ist die Zukunft vorhersehbar – Erneuerung oder Erosion. Für den Weg der Erneuerung sind die Unternehmen zur Veränderung aufgefordert.

  • Wachstum aus eigener Kraft ist möglich

85-90% des Wachstumserfolgs hängen von inneren Faktoren des Unternehmens ab. Dabei handelt es sich um „harte“ Fakten, wie Produkte, Prozesse, Strukturen, und um „weiche“ Faktoren, wie Wissen, Ideen, Kommunikation. Das Gute ist: Die inneren Faktoren kann jedes Unternehmen selbst beeinflussen. Externe Faktoren, etwa Wettbewerb oder Konjunktur, haben dagegen einen geringen Einfluss auf Wachstumserfolg. Um langfristiges und nachhaltiges Wachstum zu realisieren, gilt es daher die inneren Ressourcen in den Unternehmen zu aktivieren.

  • Wachstumschancen sind vorhanden

Die Chancen für Wachstum sind vorhanden. Dies zeigen zum einen Studien, welche die Effekte von Megatrends konkret beziffern. Von diesen Daten kann jedes Unternehmen profitieren. Oft reicht es aus, die eigenen Mitarbeiter nach Wachstumschancen zu fragen. Eine Carpe Viam Studie mit mehr als 200 Mitarbeitern im Vertrieb zeigt die enormen Potenziale, welche von den Mitarbeitern benannt werden: 10-50% in der internen Produktivität und bis zu 100% am Markt. Diese Potenziale fordern zum Handeln auf.

  • Die Agenda für Wachstum

Wachstum braucht eine starke Basis – klare Ziele und die tatkräftige Umsetzung, auch außerhalb des Gewohnten. Der Blick auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Kunden, etwa ältere Menschen und die steigende Zahl der Single-Haushalte, weist den Weg. Um diese Entwicklungen zu nutzen, sind strategische Kompetenzen gefragt, insbesondere für die Innovation. Auch die Optimierung der Unternehmensstrukturen spielt eine wichtige Rolle, insbesondere in Branchen, die aus dem Handwerk stammen und sich auf die Anforderungen der Zukunft ausrichten müssen. Wenn das Feld der Organisations- und Personalentwicklung Neuland ist, sollte dieses erschlossen werden.

  • Raus aus der Komfortzone

Wachstum ist Veränderung. Dies fordert Entscheider und Mitarbeiter für Lösungen, die außerhalb der gemütlichen Couch der Komfortzonen liegen. Zwar ist es zunächst unangenehm, sich in die Lern-Zone zu wagen; doch in einem sich wandelnden Umfeld ist dies ein zentraler Erfolgsfaktor, um an der Spitze zu bleiben. Dazu gehört die Erkenntnis, dass Wachstum und Erfolg in der eigenen Hand liegen und nicht von der Konjunktur abhängig sind. Dann lassen sich gestaltende Strategien entwickeln, einzeln und im Verbund, um die Stärken der Branchen für die Zukunft zu nutzen und zu erneuern.


  • Über die Referentin Frau Dr. Anja Henke, Beraterin, Rednerin, Autorin

Frau Dr. Henke ist Autorin des Buches „Wachstum in gesättigten Märkten“. Die frühere McKinsey-Beraterin gilt seit vielen Jahren als ausgewiesene Wachstumsexpertin. Sie ist Rednerin, Beraterin und Unternehmerin sowie Verfasserin von zahlreichen Fachbeiträgen in renommierten Management-Zeitungen und Blogs.

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